Die alten Griechen wussten schon, was sie taten, wenn sie Sieger mit einem Lorbeerkranz ehrten. Lorbeer stand nicht nur für Ruhm, sondern auch für Klarheit, Sammlung und geistige Wachheit. Und wir ehrlich sind: Genau das könnten wir heute oft gebrauchen. Das Gehirn ist beschäftigt mit Nachrichten, Reizen und diesem ständigen Aufmerksamkeitsbetteln der Algorithmen. Lorbeer-Tee ist eine einfache Möglichkeit, sich wieder etwas Ruhe zurückzuholen.
Echter Lorbeer als Heilpflanze
Traditionell wird echter Lorbeer (Laurus nobilis L.) verwendet:
- zur Unterstützung der Verdauung
- bei schweren und fettigen Speisen
- zur Anregung des Kreislaufs
- bei Entzündungen im Hals und Rachen
- für einen klareren Kopf
Die ätherischen Öle im Lorbeer sind stimmungsaufhellenden und wirken leicht befreiend. Gerade im Winter empfinden viele Lorbeer-Tee als angenehm, wenn alles etwas träge geworden ist. Die Blätter sind außerdem reich an Bitterstoffen und haben antioxidative Eigenschaften. Außerdem eignen sich die Blätter zum Inhalieren.
Interessant ist auch, dass Lorbeer früher oft verräuchert wurde. Nicht nur wegen des Duftes, sondern weil man ihm eine reinigende und beruhigende Wirkung zugeschrieben hat.
Lorbeer-Tee zubereiten
Oft reicht für einen Lorbeer-Tee schon ein einziges Blatt. Vor dem Aufgießen mit heißem Wasser sollte man das Blatt leicht knicken oder zwischen den Fingern anreiben. So lösen sich die ätherischen Öle besser. Danach den Tee etwa 8 bis 10 Minuten ziehen lassen und langsam trinken. Das Blatt selber wird dabei allerdings nicht mitgetrunken, da es zäh und hart ist. Verwendet werden kann nebem frischen Lorbeer auch getrockneter Lorbeer.
Für Experimentierfreudige gibt es außerdem den Tipp, dass Tee mit Lorbeerblättern auch klare Träume fördern kann. Manche stellen sich sogar eine kleine Thermoskanne ans Bett und trinken nachts ein paar Schlucke Lorbeer-Tee, wenn sie aufwachen und wieder einschlafen wollen. So manchem soll dabei schon der Gipfel der Weisheit erschienen sein.
Wichtiger Hinweis: Nicht mehr als 2-3 Tassen pro Tag trinken.
Lorbeer und die Küche
Bei uns gehört Lorbeer unbedingt in die Küche. Ein Blatt kommt in den Eintopf, in die Suppe oder in die Tomatensoße. Er verbindet andere Gewürze miteinander, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade in schweren Gerichten passt das wunderbar. Bohnen, Kartoffeln, Linsen oder Schmorgerichte werden außerdem mit Lorbeer bekömmlicher und runder. Verwendet werden kann dabei frischer oder getrockneter Lorbeer.
Unser Tipp: Ein echter Lorbeer findet auf der Terrasse in einem großen Topf seinen Platz. So hat man immer ein passendes Blatt zur Hand und der immergrüne Strauch sieht dabei auch sehr dekorativ aus.
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