Wir säen jedes Jahr viel zu viel Rote Bete aus und spätestens im Oktober wissen wir nicht mehr, wohin mit den ganzen Rüben. Deshalb wird jetzt die Schürze umgebunden und es geht ans Einkochen der Roten Bete. Dabei kochen wir das Gemüse süß-sauer mit Einmachgewürzen wie Senfkörnern, Pfefferkörnern, Lorbeerblätter, Piment und Wacholderbeeren ein.
Zutaten für 6 Weck Gläser mit 370 ml:
- 1 kg Rote Bete oder Ringelbete
- Optional: 2 Zwiebeln
- 200 ml Weißweinessig
- 400 ml Wasser
- 1 EL Zucker
- ½ EL Salz
- 2 EL Einmachgewürz
So geht`s:
Zuerst werden die Blätter der Bete entfernt und diese bissfest gekocht. Je nach Größe kann das zwischen 20 und 30 Minuten lange dauern. Sie sollte dabei aber noch nicht zerfallen! Dann die Rote Bete schälen und in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Einmachgewürz und optional Zwiebelscheiben wird die Rote Bete dann in sterilisierte Sturzgläser geschichtet.
Aus Essig, Wasser, Salz und Zucker wird im nächsten Schritt ein Sud gekocht und diesen in die Gläser gegossen. Wer keinen Weißweinessig mag, kann an dieser Stelle auch einen milden Kräuter- oder Gewürzessig verwenden. Zum Glasrand sollte je 1-2 cm Platz gelassen werden. Zum Schluss den Glasrand sauber wischen, die Gläser mit zwei Klammern und Gummiring verschließen und für 30 Minuten bei 100 °C einkochen. Anschließend vollständig abkühlen lassen. Erst dann können die Einkochklammern wieder entfernt werden.
Für den besten Geschmack darf die Rote Bete anschließend noch etwas durchziehen. Wir lassen sie deshalb am liebsten etwa drei Wochen stehen, bevor wir das erste Glas öffnen. Nach dem Einkochen der Roten Bete hält sich diese wunderbar ein Jahr.
Eingekochte Rote Bete verwenden
Wir lieben den leicht säuerlichen Geschmack nach dem Einkochen der Roten Bete, der perfekt zu einem herzhaften Abendbrot passt. Die Rote Bete kommt dabei aufs Brot, verfeinert mit Ziegenkäse Flammkuchen oder kommt noch etwas kleingeschnitten als Topping auf den Salat. Besonders empfehlen können wir außerdem die Bete im Döner mit gebratenem Tempeh und Weißkraut. Ein richtig tolles Herbstessen!
Wichtig beim Einkochen: Botulismus
Beim Einkochen von Gemüse sollte das Thema Botulismus immer berücksichtigt werden. Botulismus-Bakterien vermehren sich unter dem Ausschluss von Sauerstoff bei einem pH-Wert ab 4,6. Bei diesem Rezept muss der Weißweinessig deshalb für eine zusätzliche Säuerung sorgen. Ein ausreichend saurer pH-Wert verhindert, dass sich Botulismus-Bakterien vermehren können. Alternativ kann die Bildung von Botulismusbakterien und deren Sporen durch das Einkochen von Lebensmitteln unter Überdruck bei 121,3 °C Grad verhindert werden. In den USA sind dazu Pressure Canner sehr beliebt. Oma hat als weitere Alternative säurearme Lebensmittel immer doppelt eingekocht.