Spätestens im Oktober, wenn es draußen dunkel und kalt wird, steigt der Wunsch nach einem gemütlichen Zuhause. Wir kochen uns deshalb öfter eine Tasse Tee und zünden Kerzen an. Doch Kerze ist nicht gleich Kerze. Beim Blick auf das Wachs zeigen sich deutliche Unterschiede.
Viele handelsübliche Kerzen bestehen aus Paraffin. Paraffin wird bei der Verarbeitung von Erdöl gewonnen und ist damit ein fossiler Rohstoff. Stearin wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten hergestellt. Nach Angaben des WWF besteht der größte Teil der handelsüblichen Stearinwachs-Kerzen aus Palmöl. Der Anbau von Palmöl kann mit erheblichen Eingriffen in die Natur verbunden sein. Für Palmölplantagen wurden und werden unter anderem Regenwaldflächen gerodet. Dadurch gehen Lebensräume verloren und es entstehen zusätzliche Belastungen für Klima und Artenvielfalt.
Für uns sind weder Paraffin noch Stearin gute Materialien für Kerzenwachs. Dazu kommt das Müllproblem, welches Teelichter mit Aluhüllen betrifft. Was mit einem unscheinbaren Teelicht beginnt, summiert sich schnell, denn in den letzten Jahren wurden in der europäischen Union jedes Jahr über 700.000 Tonnen Kerzen verbraucht.
Teelichter aus Biomasse
Stumpenkerzen aus Raps